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Was ist eigentlich ein Kaloriendefizit?

Ich bin persönlich der Meinung, dass viele Menschen, die gerne abnehmen möchten, tatsächlich gar nicht über das nötige Wissen verfügen, wie man erfolgreich abnehmen kann. Denn es herrscht in diesem Bereich einfach zu viel Unwissenheit, Halbwissen und viele Mythen schwirren herum. Deshalb finde ich es wichtig, die Grundlagen des Abnehmens in einfacher Weise zu erklären.

In diesem Artikel soll es daher grundlegend um das Kaloriendefizit gehen. Also was ist ein Kaloriendefizit, wie sorge ich für ein Kaloriendefizit und warum kann ich nur mit einem Kaloriendefizit abnehmen?

Die Kalorie

Das Wort Kalorien kennt mittlerweile eigentlich fast jeder. Allerdings wird der Begriff allgemein oft falsch verwendet. Denn was damit oftmals eigentlich gemeint ist, sind Kilokalorien. Zunächst einmal ist die Kalorie eine Einheit, die eingeführt wurde, um den Energiewert von Lebensmitteln einzuordnen. Eine weitere Einheit für den Energiewert ist Joule, allerdings ist Kalorie in Deutschland umgangssprachlich gebräuchlicher. Oftmals hört man dann, eine Tiefkühlpizza hat 800 Kalorien oder der Tagesbedarf liegt bei 2.500 Kalorien. Das ist aber tatsächlich eigentlich falsch, denn der Tagesbedarf eines Menschen würde niemals so niedrig liegen. Eigentlich sind 2.500 Kilokalorien gemeint, also das tausend-fache einer Kalorie. Im Grunde also 2,5 Mio. Kalorien. Die Abkürzung von Kilokalorien ist kcal und findet sich meistens in den Nährwertangaben von Lebensmitteln.

Energiebedarf

Jedes Lebewesen, so auch der Mensch, besitzt einen Energiebedarf bzw. -Verbrauch. Dieser wird grundlegend in 2 Teile untergliedert. Zum einen den Grundumsatz oder Grundbedarf und den Leistungsumsatz bzw. Leistungsbedarf. Der Grundbedarf ist dafür nötig, damit wir am Leben bleiben, atmen können, unseren Kreislauf und Stoffwechsel im Gang halten. Der Grundbedarf ist also auch im Schlaf und bei Bewusstlosigkeit notwendig. Der Leistungsbedarf ist dagegen das, was wir durch unser tägliches tun zusätzlich verbrauchen. Durch unser Denken, unsere Bewegung, so wenig dies auch sein mag, verbrauchen wir zusätzliche Energie. Je intensiver diese Aktivitäten sind, desto größer der Energiebedarf. Unser Gehirn ist übrigens der größte Energiefresser des Menschen.

Energiezufuhr

Um den Energiebedarf zu decken, führen wir über unsere Nahrung Energie zu uns. Die Energie ergibt sich aus den verdaulichen Bestandteilen der Nahrung. Besonders viel Energie haben Fette, weiterhin zur Energiegewinnung können auch Eiweiße, Kohlenhydrate und Alkohole genutzt werden. Wie viel Energie ein Lebensmittel besitzt, hängt also von deren Nährstoffzusammensetzung ab. Es gibt aber auch unverdauliche Bestandteile in unserer Nahrung. Diese werden als Ballaststoffe bezeichnet und haben für uns Menschen keinen Energiewert. Andere Tiere, die andere Verdauungssysteme haben als wir Menschen, können aber auch daraus Energie beziehen.

Energiebedarf vs. Energiezufuhr

Um langfristig abzunehmen ist es wichtig, dass der Energiebedarf höher ist, als die Energiezufuhr. Ist dem so, dann haben wir einen Kaloriendefizit, der Körper benötigt also mehr Kalorien, als wir ihm zugeführt haben. Er muss nun innerhalb der körpereigenen Speicher Reserven mobilisieren, mit denen er dieses Defizit ausgleicht. Essen oder trinken wir allerdings mehr Kalorien, als wir benötigen, dann haben wir einen Kalorienüberschuss. Der Körper kann diese Kalorien nun nutzen, um neue Reserven in Form von Fettdepots anzulegen. Um abzunehmen wollen wir also dringend ein Kaloriendefizit erzeugen und das nicht nur kurzfristig, sondern über einen langen Zeitraum. Denn um 1 Kilogramm Fett zu verlieren, müssen wir bereits ein Kaloriendefizit von mehr als 7000 kcal erzeugen.