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Mit Diät-Pillen Abnehmen – So geht’s

In diesem Artikel möchte ich aufzeigen, wie Diät-Pillen beim Abnehmen helfen können, aber auch verdeutlichen, dass Abnehmpräparate keine Wundermittel sind.

Die Sommermonate sind nun nachweislich vorbei und draußen wird es grau, kalt und nass. Für viele Tiere bedeutet das, noch schnell Winterspeck anfuttern und dann ab in die Höhle und auf den Frühling warten. Und obwohl wir Menschen genügend Nahrung zur Verfügung haben, auch im Winter, scheinen sich trotzdem einige einen Winterspeckmantel anfressen zu wollen.

Es wird sich gemütliche ins warme Wohnzimmer gesetzt und aus lauter Langeweile fängt man an irgendwelche Süßigkeiten zu futtern. Nach einigen Monaten kommt dann plötzlich wieder die Sonne heraus und wenn man dann die T-Shirts und kurzen Hosen auspackt sieht man auf einmal, dass man sich hat ziemlich gehen lassen. Daraufhin wird dann verzweifelt und natürlich in kürzester Zeit versucht, den Speck wieder loszuwerden. Dabei greifen einige natürlich auch nach vermeintlichen Wundermitteln. Dazu gehören auch Abnehmtabletten oder Diät-Pillen. Wenn man dann nicht 10 Kilo in 2 Wochen verloren hat, sind natürlich die doofen Abnehmpillen Schuld, die natürlich nicht funktioniert hätten. Ich möchte deshalb kurz auf das Thema eingehen und erläutern, was diese Tabletten zum Abnehmen überhaupt sind und was sie tatsächlich leisten können.

Es gibt nicht die Abnehmpille

Wir müssen uns erstmal darüber im Klaren sein, dass es nicht die eine Abnehmpille gibt. Nicht nur, dass es natürlich hunderte Anbieter und Produkte gibt, es gibt auch diverse Wirkstoffe, die teilweise ganz andere Ansätze beim Ziel der Gewichtsreduktion verfolgen. Letztlich ist das Ziel bei der Gewichtsreduktion, dass man weniger Kalorien zu sich nimmt, als man verbraucht. Es gibt also schon mal mindestens 2 Wege um Abzunehmen: Weniger Essen oder mehr Fett verbrennen. Und für jeden dieser Wege gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Zielerreichung. So auch bei den Diätpillen, die je nach Ansatz grob in die hier näher zu erläuternden Kategorien eingeteilt werden können.

Fatburner-Tabletten steigern die Fettverbrennung

Tabletten, die den zweiten Weg verfolgen, also mehr Fett zu verbrennen sind die Fatburner-Pillen. In diesen Kapseln, Pillen oder Tabletten sind Wirkstoffe drin, die entweder direkt oder indirekt die Fettverbrennung im Körper anregen.

Diese Wirkung wird durch sogenannte legale Stimulanzien hervorgerufen, die auch den meisten bekannt sein dürften. Darunter zu finden ist z.B. Koffein, welches wir täglich mit dem Kaffee zu uns nehmen. In Fatburnern ist Koffein in konzentrierter Form enthalten, im Körper bewirkt es eine Anregung des Stoffwechsels, eine gesteigerte Konzentration, Wachheit und sorgt für mehr Energie. Durch die Anregung des Stoffwechsels wird direkt die Fettverbrennung gesteigert, wir merken es z.B. an einem schnelleren Puls, höherem Blutdruck und dass man sich von innen wärmer fühlt. Gleichzeitig sorgt es durch die Steigerung der Energie und der Wachheit auch dafür, dass wir einen stärkeren Bewegungsdrang haben und hilft somit auch indirekt bei der Fettverbrennung.

Diät-Tabletten die den Hunger zügeln

Tabletten, die genau den gegensätzlichen Ansatz verfolgen, sind Appetithemmer. Diese Diätpillen sollen dafür sorgen, dass wir weniger Kalorien zu uns nehmen. Das Hungergefühl oder der Appetit ist ein sehr komplexer Vorgang, der mit vielen Einflüssen und Hormonen im Körper zusammenhängt. Appetithemmer versuchen einen oder mehrere dieser Faktoren so zu beeinflussen, dass wir uns weniger hungrig fühlen.

Ein Ansatz, der gute Wirkungen und wenige Nebenwirkungen zeigt, ist die Füllung des Magens mit unverwertbaren Ballaststoffen. Hierfür wird gerne der Ballaststoff Glucomannan eingesetzt. Abnehmpillen mit Glucomannan werden kurz vor einer Hauptmahlzeit mit ausreichend Wasser konsumiert. Zusammen mit dem Wasser kann das Glucomannan im Magen des Anwenders aufquellen. Es vergrößert somit sein Volumen und füllt den Magen. Dadurch fühlt man sich automatisch voller und ist schneller gesättigt.

Keine Wunder erwarten

Es gibt noch zahlreiche weitere Abnehm-Hilfen, aber diese beiden Kategorien treffen schon ganz gut auf einen Großteil der Produkte zu. Am Ende muss aber jedem, der solche Tabletten zum Abnehmen einwirft klar sein, dass diese bestenfalls nur unterstützend wirken können. Derjenige, der abnehmen möchte, muss natürlich trotzdem hart dafür arbeiten, die Hilfsmittel sind dann nur noch der Tropfen, der das Fass dann hoffentlich zum überlaufen bringt. Verweigert man allerdings die eigenständige Arbeit und verlässt sich nur auf Abnehmpräparate wird man schnell scheitern und ist am Ende nur eins: Um ein paar Euro leichter.

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Was ist eigentlich ein Kaloriendefizit?

Ich bin persönlich der Meinung, dass viele Menschen, die gerne abnehmen möchten, tatsächlich gar nicht über das nötige Wissen verfügen, wie man erfolgreich abnehmen kann. Denn es herrscht in diesem Bereich einfach zu viel Unwissenheit, Halbwissen und viele Mythen schwirren herum. Deshalb finde ich es wichtig, die Grundlagen des Abnehmens in einfacher Weise zu erklären.

In diesem Artikel soll es daher grundlegend um das Kaloriendefizit gehen. Also was ist ein Kaloriendefizit, wie sorge ich für ein Kaloriendefizit und warum kann ich nur mit einem Kaloriendefizit abnehmen?

Die Kalorie

Das Wort Kalorien kennt mittlerweile eigentlich fast jeder. Allerdings wird der Begriff allgemein oft falsch verwendet. Denn was damit oftmals eigentlich gemeint ist, sind Kilokalorien. Zunächst einmal ist die Kalorie eine Einheit, die eingeführt wurde, um den Energiewert von Lebensmitteln einzuordnen. Eine weitere Einheit für den Energiewert ist Joule, allerdings ist Kalorie in Deutschland umgangssprachlich gebräuchlicher. Oftmals hört man dann, eine Tiefkühlpizza hat 800 Kalorien oder der Tagesbedarf liegt bei 2.500 Kalorien. Das ist aber tatsächlich eigentlich falsch, denn der Tagesbedarf eines Menschen würde niemals so niedrig liegen. Eigentlich sind 2.500 Kilokalorien gemeint, also das tausend-fache einer Kalorie. Im Grunde also 2,5 Mio. Kalorien. Die Abkürzung von Kilokalorien ist kcal und findet sich meistens in den Nährwertangaben von Lebensmitteln.

Energiebedarf

Jedes Lebewesen, so auch der Mensch, besitzt einen Energiebedarf bzw. -Verbrauch. Dieser wird grundlegend in 2 Teile untergliedert. Zum einen den Grundumsatz oder Grundbedarf und den Leistungsumsatz bzw. Leistungsbedarf. Der Grundbedarf ist dafür nötig, damit wir am Leben bleiben, atmen können, unseren Kreislauf und Stoffwechsel im Gang halten. Der Grundbedarf ist also auch im Schlaf und bei Bewusstlosigkeit notwendig. Der Leistungsbedarf ist dagegen das, was wir durch unser tägliches tun zusätzlich verbrauchen. Durch unser Denken, unsere Bewegung, so wenig dies auch sein mag, verbrauchen wir zusätzliche Energie. Je intensiver diese Aktivitäten sind, desto größer der Energiebedarf. Unser Gehirn ist übrigens der größte Energiefresser des Menschen.

Energiezufuhr

Um den Energiebedarf zu decken, führen wir über unsere Nahrung Energie zu uns. Die Energie ergibt sich aus den verdaulichen Bestandteilen der Nahrung. Besonders viel Energie haben Fette, weiterhin zur Energiegewinnung können auch Eiweiße, Kohlenhydrate und Alkohole genutzt werden. Wie viel Energie ein Lebensmittel besitzt, hängt also von deren Nährstoffzusammensetzung ab. Es gibt aber auch unverdauliche Bestandteile in unserer Nahrung. Diese werden als Ballaststoffe bezeichnet und haben für uns Menschen keinen Energiewert. Andere Tiere, die andere Verdauungssysteme haben als wir Menschen, können aber auch daraus Energie beziehen.

Energiebedarf vs. Energiezufuhr

Um langfristig abzunehmen ist es wichtig, dass der Energiebedarf höher ist, als die Energiezufuhr. Ist dem so, dann haben wir einen Kaloriendefizit, der Körper benötigt also mehr Kalorien, als wir ihm zugeführt haben. Er muss nun innerhalb der körpereigenen Speicher Reserven mobilisieren, mit denen er dieses Defizit ausgleicht. Essen oder trinken wir allerdings mehr Kalorien, als wir benötigen, dann haben wir einen Kalorienüberschuss. Der Körper kann diese Kalorien nun nutzen, um neue Reserven in Form von Fettdepots anzulegen. Um abzunehmen wollen wir also dringend ein Kaloriendefizit erzeugen und das nicht nur kurzfristig, sondern über einen langen Zeitraum. Denn um 1 Kilogramm Fett zu verlieren, müssen wir bereits ein Kaloriendefizit von mehr als 7000 kcal erzeugen.

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Die Erfolgskontrolle während der Diät

Das Ziel einer Diät ist natürlich der Gewichtsverlust und wie man vielen Aussagen von Abnehmwilligen entnehmen kann, kann dieser Gewichtsverlust gar nicht schnell genug gehen. Am liebsten 5Kilo pro Woche abspecken und währenddessen natürlich nicht hungern. Doch diese Ungeduld endet meistens im Desaster. Stattdessen sollte man langsam und allmählich abnehmen. Ein Kaloriendefizit von 500Kcal pro Tag hat sich bewährt und erzeugt einen Gewichtsverlust von 0,5 Kilogramm pro Woche. Sehr stark übergewichtige Personen können auch ein höheres Defizit wählen und zum Beispiel mit 1000Kcal Defizit pro Tag rechnen, dieses aber anpassen, sobald ein BMI unter 25 erreicht wird.

Tägliches Wiegen nicht sinnvoll

Voll motiviert in der neuen Diätphase möchte man natürlich auch möglichst schnell Ergebnisse sehen. Also stellt man sich täglich auf die Waage. Während das zu Beginn eventuell sogar motivierend wirkt, da vor allem zu Beginn aufgrund gesünderer Ernährung und weniger Mahlzeitvolumen das Körpergewicht sinkt, sorgt es mit zunehmender Diät eher für Ernüchterung.
Man sollte sich daher einen Wiegeplan erstellen und die gemessenen Werte idealerweise auch festhalten, um den Verlauf besser zu visualisieren. Ein bis zweimaliges Wiegen pro Woche reicht vollkommen aus. Man sollte sich dafür einen festen Tag setzen, zum Beispiel den Sonntag. Am Sonntag sollte man dann erstmal auf Toilette gehen und anschließend bestenfalls in Unterwäsche oder ganz unbekleidet den Schritt auf die Waage wagen. Behält man dieses Prozedere bei, hat man relativ verlässliche Zahlen für die eigene Erfolgskontrolle.

Wiegen alleine kann demotivierend wirken

Noch sinnvoller ist es allerdings, sich nicht allein auf die Waage zu verlassen. Denn die Waage ist tatsächlich eigentlich kein guter Indikator für den Erfolg einer Diät. Denn faktisch hält die Waage nur das Körpergewicht fest, allerdings nicht, woraus das Körpergewicht besteht. So kann zum Beispiel ein voller Darm oder erhöhte Wassereinlagerungen durch verstärkten Salzkonsum zu einem höheren Gewicht führen obwohl die Fettmasse verringert wurde. Deshalb sollte man sich einerseits nicht durch einzelne aus dem Plan springende Werte verunsichern lassen und andererseits auch andere Kontrollen durchführen. Eine einfache Möglichkeit ist eine Bildkontrolle. Dabei stellt man sich jede Woche, am besten direkt nach dem Wiegen in immer der gleichen Position bei gleichem Licht vor einen Spiegel und fotografiert dies. Dadurch lässt sich gut feststellen, wie sich die Form des Körpers im Laufe der Zeit verändert, was vielen beim täglichen Blick in den Spiegel gar nicht auffällt. Weitere Möglichkeiten, den Erfolg einer Diät messbar zu machen sind auch KFA-Messungen beim Arzt und Umfangmessungen an bestimmten Körperpartien wie Bauch, Oberschenkel, Brust und Arme. Somit kann man messbedingte Schwankungen bei verschiedenen Kontrollmethoden besser ausgleichen.

Kalorien pro Tag

Wie viele Kalorien benötige ich pro Tag?

Möchte man abnehmen, ist es essentiell wichtig, dass man seinen Energiebedarf pro Tag kennt. Denn nur, wenn man diesen kennt, kann man seine Ernährung darauf abstimmen und langfristig ein Kaloriendefizit erzeugen, was letztlich zu einem Gewichtsverlust führt.Kalorien pro Tag

Grund- und Leistungsumsatz

Der Tagesbedarf an Energie teilt sich beim Menschen in 2 Kategorien. Die erste ist der Grundumsatz. Dieser bezeichnet den Bedarf an Kalorien, den unser Körper zum puren überleben benötigt. Also um unsere Atmung, unseren Kreislauf und unseren Stoffwechsel am Laufen zu halten. Als zweites gibt es noch den Leistungsumsatz, dieser bezeichnet, was wir an zusätzlichem Energiebedarf durch unsere Aktivitäten haben. Aktivitäten sind dabei nicht nur sportlicher Natur, auch intensive Gehirntätigkeit erzeugt einen hohen Energiebedarf.

Davon hängt der Tagesbedarf ab

Es werden gerne mal Pauschalwerte für den Tagesbedarf für Männer und Frauen angegeben, das ist aber ziemlicher Schwachsinn. Denn der Tagesbedarf schwankt sehr stark und hängt vor allem von 3 Faktoren ab: Das Alter, die Körpermasse (Ja, Masse, nicht Maße) und das Aktivitätslevel. Je jünger wir sind, desto aktiver ist unser Kreislauf, unser Stoffwechsel usw. deshalb verbrauchen wir mehr Energie. Je mehr Masse unser Körper hat, desto mehr Energie verbrauchen wir wiederum, um diese Masse am Leben zu erhalten. Denn der Körper benötigt auch Energie um Fettzellen aufrecht zu erhalten. Und als drittes natürlich unsere Aktivität. Ein Ausdauersportler oder Handwerker verbraucht viel mehr Energie als ein Büroangestellter.

Den Tagesbedarf bestimmen

Da wir Menschen alle Individuen sind, ist es nicht einfach, den Tagesbedarf korrekt zu berechnen. Daher arbeitet man eher mit Näherungswerten. Letztlich muss man aber immer kontrollieren, ob der errechnete Tagesbedarf mit den zugeführten Kalorien korreliert.

Es gibt im Internet zahlreiche Rechner, mit denen sich der Tagesbedarf berechnen lässt. Es gibt aber auch einfache Formeln, die man anwenden kann, um einen ungefähren Wert zu ermitteln. Letztlich bleibt der Wert aber bei allen Berechnungsformen ungenau und muss daher mit Vorsicht genossen werden.

Auch Fitnesstracker, als App fürs Smartphone erhältlich haben meistens einen integrierten Tagesbedarfsrechner, um somit bei der Erstellung eines Ernährungsplans zu helfen.

Mit dem Tagesbedarf arbeiten

Hat man nun seinen Tagesbedarf errechnet, kann man damit weiterarbeiten und einen Ernährungsplan darauf abstimmen. In der Regel setzt man sich ein Kaloriendefizit als Ziel und versucht dieses durch kalorienarme Ernährung und den Leistungsumsatz zu erreichen. Ein, auch für Einsteiger gut erreichbares Ziel ist ein Kaloriendefizit von 500 kcal pro Tag. Man nimmt somit ca. 0,5 Kilogramm pro Woche ab.